Rafting:
Das Flößen als
Wassertransportart hat in Kroatien eine lange
Tradition. Mit dem modernen, abenteuerlichen
Wildwasser-Rafting begann man jedoch erst Ende der
achtziger Jahre und entdeckte die verblüffende
Schönheit der kroatischen Flüsse, die bis dahin nur
seltenen, abenteuerlichen Kajakfahrern und Anglern
bekannt war. Selbst die Gründer des Klubs Riverfree,
Pioniere der kommerziellen Flussreisen und gute
Kenner der Gewässer in Kroatien, hatten nicht mit
einer solch großen Popularität des Raftings auf den
Flüssen, die selten starke Stromschnellen und große
Wellen haben, gerechnet. Inzwischen haben Tausende
von Menschen hautnah die unwiderstehliche Magie der
Flüsse, der grünen Ufer, steilen Canyons und klaren
Tiefen erlebt.
Die Flüsse im kontinentalen Teil sind von dichten
Wäldern und Gebirgen gesäumt.Allen gemeinsam ist,
dass sie grün und bis auf den Grund durchsichtig
sind. Der Schwierigkeitsgrad des Wildwassers beträgt
durchschnittlich III, nur auf der Dobra und Una kann
man mit Wildwasserstufe IV rechnen.
Die Kupa fließt aus dem Nationalpark Risnjak
zwischen bewaldeten Bergen und durch üppige Täler.
Doch sollte man sich diese Strecke nur im Frühling
und nach starken Regenfällen aussuchen, da nur dann
genügend Wasser vorhanden ist.
Einen unterirdischen und einen oberirdischen Lauf
hat die Dobra hat, auf der das Rafting ist immer
erstklassig ist, weil Wehre und Stauseen einen
ausreichenden Wasserdurchfluss gewährleisten.
Um viele Wasserflle zu sehen, müßen Sie entlang der
Mreznica paddeln. Zwischen diesen fließt der Fluß
aber ruhig. Im oberen Canyonteil des Flusses
schließt das Rafting auch Elemente des Canyonings
ein.
Durch die Plitwitzer Seen wiederum fließt die
Korana, die dort auch ihren Ursprung hat. Nach
starken Regenfällen und bei Schneeschmelze gibt es
eine interessante Teilstrecke unterhalt des
pittoresken Rastoka und durch den Canyon
flussabwärts.
Zwischen Kroatien und Bosnien fließt der Grenzfluss
die Una. Das Rafting ist hier flussabwärts ab dem 20
Meter hohen Strbacki buk bei hohem Wasserstand
ausgezeichnet, jedoch bei niedrigem Wasserstand
etwas weniger aufregend.
Die Zrmanja ist im Frühling wasserreich. Im Sommer
muss man für eine Reise durch den schönsten
kroatischen Canyon kleinere Schiffe benutzen (Kajaks
und Kanus).
Im oberen Teil des Nationalparks ist die Schifffahrt
auf der Krka dank des Zuflusses der Butisnica, die
von einem Wehr kontrolliert wird, möglich. Rafting
ist die einzige Möglichkeit, diesen unberührten Teil
des Parks kennen zu lernen. Dabei muss man nur den
12 Meter hohen Bilusica Buk am Ufer umgehen.
Die Wasser der Cetina werden durch einen Tunnel zum
Wasserkraftwerk an der Küste geleitet, so dass es in
der Schlucht ihres natürlichen Bettes nicht viel
Wasser für Rafting gibt. Dank der dichten Vegetation
am Fluss, dem klaren Wasser, den hohen Felsen,
Wasserfällen und Höhlen ist es trotzdem ein
Erlebnis.
Ausrüstung:
-die Rafts (sie werden auf allen kroatischen Flüssen
eingesetzt) sind aus widerstandsfähigem Material und
wendig
-beim organisierten Rafting ist der Bootsführer
(Skipper) inbegriffen, sowie die persönliche
Ausrüstung für jedes Besatzungsmitglied:
Sicherheitsweste, Neoprenkleidung und –Schuhwerk,
Helm und Paddel
-Rafting ist nicht wünschenswert auf Flüssen oder
ihren Teilstrecken, die viele enge Durchgänge und
zerbrechliche Kalksinterterrassen (Wasserfälle)
haben sowie andere Risiken bergen


