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Windsurfen lernen
 

 

      H.Y.S.K  
 

Problemstellung

Die Schwierigkeit beim Windsurfen besteht hauptsächlich in der Fähigkeit, das Gleichgewicht des eigenen Körpers mit der Segelstellung zum Wind zu kontrollieren. In Surfschulen kann man heute das Windsurfen in entsprechenden Kursen bereits in 10 - 12 Stunden erlernen. Dies wird durch besonderes Anfängermaterial ermöglicht. So bieten Bretter für Anfänger heute ein hohes Maß an Kippstabilität, was es dem Schüler einfacher macht, sich auf die Segelsteuerung zu konzentrieren.

Für einen Anfänger ist ein Brett mit Schwert die bessere Wahl, da es für bessere Richtungsstabilität sorgt und einem Abtreiben zur windabgewandten Seite entgegenwirkt. Bei kleineren Brettern findet man nur noch die Finne vor, da das Schwert beim Gleiten stört und die Geschwindigkeit verringert. Erfahrere Windsurfer wählen meist ein möglichst kleines Surfbrett mit weniger Auftrieb, da diese eine höhere Drehfreudigkeit haben. Dabei kann der Auftrieb geringer als das Gewicht des Sportlers sein, so dass das Brett erst beim Fahren durch den dynamischen Auftrieb an die Wasseroberfläche gehoben wird und auf der Wasseroberfläche gleitet. Solche kleinen Bretter werden auch als Sinker bezeichnet. Anfänger sollten beim Kauf eines Surfbrettes auf dessen Volumen und Form (Shape) achten, da sich sonst kaum Lernerfolge einstellen können. Welches Volumen für welches Körpergewicht ideal ist, erfährt man am besten bei erfahrenen Surfern oder einem guten Händler. Zu Beginn kann durchaus eine gebrauchtes Ausrüstung gewählt werden und mit den ersten Erfahrungen fällt die Auswahl des benötigten Materials leichter.

 

 

 

Fahrttechnik

Die grundlegenden Techniken des Windsurfen werden in Surfschulen bereits in drei Tagen vermittelt, so dass das Surfbrett sicher bei leichtem Wind gesteuert werden kann. Die richtige Verwendung von Fußschlaufen und Trapez kann in fortgeschrittenen Kursen erlernt werden und gestaltet sich schon zeitaufwendiger.

Bei höheren Geschwindigkeiten wird die Fahrtrichtung fast ausschließlich über das Ankippen des Brettes mit den Füßen gesteuert. Die Füße stecken dabei bis zum Rist in den am Brett fest verschraubten Fußschlaufen. Surfer verringern die Beanspruchung der Arme beim Halten des Segels durch ein Trapez. Dabei handelt es sich um einen kompakten Hüftgürtel, an dem vorne ein Metallhaken befestigt ist. In diesen unten offenen Trapezhaken wird ein kurzes Seil - der Trapeztampen - geschwungen, das am Gabelbaum befestigt ist und den größten Teil der Zugkraft des Windes aufnimmt. Zum Aushaken des Trapeztampens wird der Gabelbaum kurz zum Körper gezogen, so dass der Tampen aus dem Haken herausfällt. Der Surfer ist so mit den Händen, mit der Hüfte und mit den Füßen mit dem Sportgerät verbunden und kann so eine stabile Lage einnehmen.